Uni Bremen meets LIGA
Abschlusssymposium der Masterstudierenden Public Health Forschungsergebnisse zum Projekt „Community Health Nurse in Gröpelingen“
Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, fand im Haus der Wissenschaft das Abschlusssymposium der Forschungsprojekte des Masterstudiengangs Public Health – Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management statt. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Masterstudierenden die Ergebnisse ihrer Abschlussprojekte, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Praxispartner:innen entwickelt wurden. Ziel war es, aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsversorgung praxisnah zu analysieren und konkrete Interventionskonzepte zur Verbesserung bestehender Versorgungsstrukturen vorzustellen.
Das Projekt „Community Health Nurse in Gröpelingen“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Lokales Integriertes Gesundheitszentrum für Alle (LIGA e.V.) als Praxispartner vor Ort durchgeführt. Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage, wie eine quartiersnahe Gesundheitsversorgung in einem Stadtteil mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Belastungen gestärkt werden kann. Die Studierenden untersuchten dabei, welche Aufgaben und Potenziale Community Health Nurses im Kontext von Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgungskoordination sowie Gesundheitsversorgung übernehmen können. Dabei wurde deutlich, dass die Community Health Nurse als niedrigschwellige Ansprechperson eine wichtige Brückenfunktion zwischen Bewohner:innen, medizinischen Einrichtungen sowie sozialen Unterstützungsangeboten einnehmen kann. Zudem zeigte das Projekt auf, dass die Community Health Nurse durch die Übernahme von Gesundheitsuntersuchungen und aufsuchende Nachsorge nicht nur das Potenzial hat eine Lücke zufüllen, sondern auch das bestehende allgemeinmedizinische Versorgungssystem zu entlasten. Sodass schlussendlich das Fazit gezogen werden konnte, dass durch eine stärkere Präsenz im Quartier gesundheitliche Ungleichheiten reduziert und Zugänge zur Versorgung verbessert werden können.
Im Vortrag wurden zentrale Herausforderungen in Gröpelingen dargestellt, darunter erschwerte Zugänge zu Gesundheitsangeboten, komplexe soziale Problemlagen und ein hoher Bedarf an Beratung und Koordination. Darauf aufbauend präsentierten die Studierenden ein Interventionskonzept, das auf eine nachhaltige Implementierung der Community Health Nurse im Stadtteil ausgerichtet ist. Dabei wurden sowohl mögliche Tätigkeitsfelder und strukturelle Rahmenbedingungen erläutert.
Neben diesem Schwerpunkt wurden zwei weitere Forschungsprojekte vorgestellt: Ein Schulungs- und Versorgungskonzept für ME/CFS in Bremen sowie die Untersuchung zur Rolle des Physician Assistant im Gesundheitshaven Bremerhaven. Beide Beiträge verdeutlichten ebenfalls, wie durch neue Versorgungsmodelle, Qualifizierungsmaßnahmen und interprofessionelle Zusammenarbeit die Gesundheitsversorgung zielgerichtet weiterentwickelt werden kann.
Das Abschlusssymposium bot nicht nur Einblicke in die wissenschaftlichen Ergebnisse der Studierenden, sondern auch Raum für Diskussionen und Austausch mit den Teilnehmenden. Insgesamt zeigte die Veranstaltung eindrucksvoll, wie wichtig innovative Versorgungskonzepte sind, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen wirksam zu begegnen.
Begleitet wurde das Symposium durch Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Dr. Heinz Rothgang sowie Lena Oeltjen, die gemeinsam mit den Studierenden die Ergebnisse der Forschungsprojekte präsentierten und den fachlichen Austausch unterstützten.
